KfW-Heizungsförderung 2025/2026

KfW-Heizungsförderung 2025/2026

09.01.2026 - Kategorien: Allgemein

Die steigenden Energiepreise, verschärfte gesetzliche Vorgaben und der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit rücken das Thema Heizungsmodernisierung stärker denn je in den Fokus. Die gute Nachricht: Die KfW bietet weiterhin attraktive Heizungsförderungen - sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen wie Hotels.
In diesem Beitrag erhalten Sie: - eine verständliche Einordnung der aktuellen KfW‑Heizungsförderung, - eine konkrete Checkliste für Privatpersonen, - sowie eine separate Checkliste speziell für Hotels und Beherbergungsbetriebe.
Der Beitrag eignet sich sowohl für Eigentümer, die selbst investieren möchten, als auch für Käufer, die eine Immobilie - etwa ein Hotel - mit Modernisierungspotenzial ins Auge fassen.

1. Warum die Heizungsförderung jetzt besonders relevant ist

Der Austausch alter Öl- und Gasheizungen wird politisch gewollt und finanziell stark unterstützt. Ziel ist es, den Gebäudebestand klimafreundlicher zu machen und langfristig Betriebskosten zu senken.


Gerade bei:

  • älteren Wohnhäusern,
  • vermieteten Immobilien,
  • Hotels mit hohem Energiebedarf

 

können die Zuschüsse einen entscheidenden wirtschaftlichen Hebel darstellen - sowohl für Eigentümer als auch für Investoren

2. Bestandsimmobilien: Klare Entwarnung für Käufer und Verkäufer

Wer kann die Förderung nutzen?

• Eigentümerinnen und Eigentümer von bestehenden                     Wohngebäuden
• Selbstnutzer und Vermieter
• Ein‑ und Mehrfamilienhäuser, Eigentumswohnungen, WEGs

 

Was wird gefördert?

• Austausch fossiler Heizungen (Öl, Gas, Kohle) gegen                   klimafreundliche Systeme
• Einbau von z. B.:
   o Wärmepumpen
   o Biomasseheizungen
   o Solarthermie (Heizungsunterstützung)
   o Anschluss an ein Wärmenetz

 

Wie hoch ist die Förderung?

• Grundförderung: 30 %
• Zusatzboni (kombinierbar):
o Effizienzbonus: +5 %
o Klimageschwindigkeitsbonus: +20 %
o Einkommensbonus (bei geringem Einkommen): +30 %

Maximal möglich: bis zu 70 % Zuschuss auf die förderfähigen Kosten.

 

Förderfähige Kosten (Auszug)

• Einfamilienhaus: bis zu 30.000 €
• Mehrfamilienhaus: höhere Höchstbeträge je Wohneinheit

Checkliste: Heizungsförderung für Privatpersonen

Vorbereitung:☐ Eigentumsverhältnisse geklärt - ☐ Gebäude ist in der Regel älter als 5 Jahre - ☐ Bestehende Heizung: Öl / Gas / Nachtspeicher / ineffizient

 

Planung:

  • ☐ Geeignete neue Heiztechnik ausgewählt
  • ☐ Fachbetrieb für Heizung/Sanitär eingebunden
  • ☐ Angebot bzw. Liefer‑ und Leistungsvertrag liegt vor

 

Antragstellung:

  • ☐ Antrag über das KfW‑Portal „Meine KfW“ gestellt
  • ☐ Antrag vor Beginn der Maßnahme eingereicht
  • ☐ Förderzusage abgewartet

 

Umsetzung & Nachweis:

  • ☐ Heizung fachgerecht eingebaut
  • ☐ Rechnungen vollständig vorhanden
  • ☐ Verwendungsnachweis online eingereicht
  • ☐ Zuschuss ausgezahlt

3. KfW-Heizungsförderung für Hotels und Beherbergungsbetriebe

Hotels zählen aus Fördersicht zu den Unternehmen bzw. Nichtwohngebäuden - mit teils erheblich höherem Energiebedarf und entsprechendem Einsparpotenzial.

 

Wer ist antragsberechtigt?

• Hotel‑ und Beherbergungsbetriebe
• Eigentümer oder Betreiber (je nach Vertragskonstellation)
• Investoren beim Erwerb eines Hotels mit Modernisierungsabsicht

 

Was wird gefördert?

• Austausch oder Neuinstallation klimafreundlicher Heizsysteme
• Anschluss an Wärmenetze
• Integration effizienter Heiztechnik in Bestandsgebäuden
   Förderhöhe für Hotels
• Grundförderung: 30 %
• Effizienzbonus: +5 %
• Emissionsminderungszuschlag: pauschal möglich

In der Praxis sind Förderquoten von ca. 30-35 % realistisch, abhängig von Technik, Gebäudeart und Projektumfang.

 

Förderfähige Kosten

• Abhängig von:
   o Netto‑Grundfläche
   o Nutzung (Beherbergung)
   o Art der Heizungsanlage

• Deutlich höhere absolute Fördersummen möglich als im privaten Bereich

Checkliste: Heizungsförderung für Hotels

Strategische Vorbereitung:

  • ☐ Klärung: Eigentümer oder Betreiber stellt den Antrag
  • ☐ Analyse des aktuellen Energieverbrauchs
  • ☐ Bewertung der Wirtschaftlichkeit (Investition vs. Einsparung)

 

Technische Planung:

  • ☐ Heizungsfachplaner oder Energieberater eingebunden
  • ☐ Auswahl eines förderfähigen Heizsystems
  • ☐ Abstimmung mit Hotelbetrieb (Umbauzeiten, Saison)

 

Antrag & Finanzierung:

  • ☐ KfW‑Zuschussprogramm für Unternehmen ausgewählt
  • ☐ Antrag vor Maßnahmenbeginn gestellt
  • ☐ Optional: Ergänzender KfW‑Kredit geprüft

 

Umsetzung & Dokumentation:

  • ☐ Fachgerechte Installation
  • ☐ Vollständige Rechnungs‑ und Projektdokumentation
  • ☐ Digitaler Verwendungsnachweis eingereicht
  • ☐ Auszahlung des Zuschusses erhalten

4. Bedeutung für Käufer und Verkäufer von Immobilien

Gerade bei Immobilienverkäufen - etwa bei Hotels oder größeren Wohnhäusern - ist die KfW‑Heizungsförderung ein wichtiges Verkaufsargument:


• Käufer können Investitionen realistisch kalkulieren
• Fördermittel senken den effektiven Kauf‑ und                             Sanierungsaufwand
• Energieeffizienz steigert den langfristigen Immobilienwert

 

Für Verkäufer kann der Hinweis auf konkrete Fördermöglichkeiten die Entscheidung potenzieller Käufer deutlich erleichtern.

Fazit

Ob privates Wohnhaus oder Hotelimmobilie: Die aktuelle KfW‑Heizungsförderung bietet erhebliche finanzielle Anreize, um veraltete Heizsysteme zu modernisieren.


Wer frühzeitig plant, fachlich begleitet wird und die Anträge korrekt stellt, kann von hohen Zuschüssen profitieren - und gleichzeitig den Wert und die Zukunftsfähigkeit seiner Immobilie deutlich steigern.

 

Hinweis: Förderbedingungen können sich ändern. Eine individuelle Prüfung im konkreten Projekt ist stets empfehlenswert.