
KfW-Heizungsförderung 2025/2026
Die steigenden Energiepreise, verschärfte gesetzliche Vorgaben und der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit rücken das Thema Heizungsmodernisierung stärker denn je in den Fokus. Die gute Nachricht: Die KfW bietet weiterhin attraktive Heizungsförderungen - sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen wie Hotels.
In diesem Beitrag erhalten Sie: - eine verständliche Einordnung der aktuellen KfW‑Heizungsförderung, - eine konkrete Checkliste für Privatpersonen, - sowie eine separate Checkliste speziell für Hotels und Beherbergungsbetriebe.
Der Beitrag eignet sich sowohl für Eigentümer, die selbst investieren möchten, als auch für Käufer, die eine Immobilie - etwa ein Hotel - mit Modernisierungspotenzial ins Auge fassen.
1. Warum die Heizungsförderung jetzt besonders relevant ist
Der Austausch alter Öl- und Gasheizungen wird politisch gewollt und finanziell stark unterstützt. Ziel ist es, den Gebäudebestand klimafreundlicher zu machen und langfristig Betriebskosten zu senken.
Gerade bei:
- älteren Wohnhäusern,
- vermieteten Immobilien,
- Hotels mit hohem Energiebedarf
können die Zuschüsse einen entscheidenden wirtschaftlichen Hebel darstellen - sowohl für Eigentümer als auch für Investoren
2. Bestandsimmobilien: Klare Entwarnung für Käufer und Verkäufer
Wer kann die Förderung nutzen?
• Eigentümerinnen und Eigentümer von bestehenden Wohngebäuden
• Selbstnutzer und Vermieter
• Ein‑ und Mehrfamilienhäuser, Eigentumswohnungen, WEGs
Was wird gefördert?
• Austausch fossiler Heizungen (Öl, Gas, Kohle) gegen klimafreundliche Systeme
• Einbau von z. B.:
o Wärmepumpen
o Biomasseheizungen
o Solarthermie (Heizungsunterstützung)
o Anschluss an ein Wärmenetz
Wie hoch ist die Förderung?
• Grundförderung: 30 %
• Zusatzboni (kombinierbar):
o Effizienzbonus: +5 %
o Klimageschwindigkeitsbonus: +20 %
o Einkommensbonus (bei geringem Einkommen): +30 %
Maximal möglich: bis zu 70 % Zuschuss auf die förderfähigen Kosten.
Förderfähige Kosten (Auszug)
• Einfamilienhaus: bis zu 30.000 €
• Mehrfamilienhaus: höhere Höchstbeträge je Wohneinheit
Checkliste: Heizungsförderung für Privatpersonen
Vorbereitung:☐ Eigentumsverhältnisse geklärt - ☐ Gebäude ist in der Regel älter als 5 Jahre - ☐ Bestehende Heizung: Öl / Gas / Nachtspeicher / ineffizient
Planung:
- ☐ Geeignete neue Heiztechnik ausgewählt
- ☐ Fachbetrieb für Heizung/Sanitär eingebunden
- ☐ Angebot bzw. Liefer‑ und Leistungsvertrag liegt vor
Antragstellung:
- ☐ Antrag über das KfW‑Portal „Meine KfW“ gestellt
- ☐ Antrag vor Beginn der Maßnahme eingereicht
- ☐ Förderzusage abgewartet
Umsetzung & Nachweis:
- ☐ Heizung fachgerecht eingebaut
- ☐ Rechnungen vollständig vorhanden
- ☐ Verwendungsnachweis online eingereicht
- ☐ Zuschuss ausgezahlt
3. KfW-Heizungsförderung für Hotels und Beherbergungsbetriebe
Hotels zählen aus Fördersicht zu den Unternehmen bzw. Nichtwohngebäuden - mit teils erheblich höherem Energiebedarf und entsprechendem Einsparpotenzial.
Wer ist antragsberechtigt?
• Hotel‑ und Beherbergungsbetriebe
• Eigentümer oder Betreiber (je nach Vertragskonstellation)
• Investoren beim Erwerb eines Hotels mit Modernisierungsabsicht
Was wird gefördert?
• Austausch oder Neuinstallation klimafreundlicher Heizsysteme
• Anschluss an Wärmenetze
• Integration effizienter Heiztechnik in Bestandsgebäuden
Förderhöhe für Hotels
• Grundförderung: 30 %
• Effizienzbonus: +5 %
• Emissionsminderungszuschlag: pauschal möglich
In der Praxis sind Förderquoten von ca. 30-35 % realistisch, abhängig von Technik, Gebäudeart und Projektumfang.
Förderfähige Kosten
• Abhängig von:
o Netto‑Grundfläche
o Nutzung (Beherbergung)
o Art der Heizungsanlage
• Deutlich höhere absolute Fördersummen möglich als im privaten Bereich
Checkliste: Heizungsförderung für Hotels
Strategische Vorbereitung:
- ☐ Klärung: Eigentümer oder Betreiber stellt den Antrag
- ☐ Analyse des aktuellen Energieverbrauchs
- ☐ Bewertung der Wirtschaftlichkeit (Investition vs. Einsparung)
Technische Planung:
- ☐ Heizungsfachplaner oder Energieberater eingebunden
- ☐ Auswahl eines förderfähigen Heizsystems
- ☐ Abstimmung mit Hotelbetrieb (Umbauzeiten, Saison)
Antrag & Finanzierung:
- ☐ KfW‑Zuschussprogramm für Unternehmen ausgewählt
- ☐ Antrag vor Maßnahmenbeginn gestellt
- ☐ Optional: Ergänzender KfW‑Kredit geprüft
Umsetzung & Dokumentation:
- ☐ Fachgerechte Installation
- ☐ Vollständige Rechnungs‑ und Projektdokumentation
- ☐ Digitaler Verwendungsnachweis eingereicht
- ☐ Auszahlung des Zuschusses erhalten
4. Bedeutung für Käufer und Verkäufer von Immobilien
Gerade bei Immobilienverkäufen - etwa bei Hotels oder größeren Wohnhäusern - ist die KfW‑Heizungsförderung ein wichtiges Verkaufsargument:
• Käufer können Investitionen realistisch kalkulieren
• Fördermittel senken den effektiven Kauf‑ und Sanierungsaufwand
• Energieeffizienz steigert den langfristigen Immobilienwert
Für Verkäufer kann der Hinweis auf konkrete Fördermöglichkeiten die Entscheidung potenzieller Käufer deutlich erleichtern.
Fazit
Ob privates Wohnhaus oder Hotelimmobilie: Die aktuelle KfW‑Heizungsförderung bietet erhebliche finanzielle Anreize, um veraltete Heizsysteme zu modernisieren.
Wer frühzeitig plant, fachlich begleitet wird und die Anträge korrekt stellt, kann von hohen Zuschüssen profitieren - und gleichzeitig den Wert und die Zukunftsfähigkeit seiner Immobilie deutlich steigern.
Hinweis: Förderbedingungen können sich ändern. Eine individuelle Prüfung im konkreten Projekt ist stets empfehlenswert.